Plastikmüll? - Ohne uns!

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Vortrag versäumt? Besuchen Sie die Ausstellung!

(9.11.2017) Auf riesige Resonanz stieß die Veranstaltung der Greenpeace-Gruppe Buchholz zum Thema Plastikmüllvermeidung am 6.11. in der Stadtbücherei: Es gab keinen einzigen freien Stuhl mehr.

Zunächst informierte Nadine Jedamski über die Vermüllung der Meere durch Plastik und Mikroplastik. Etwa 13 Millionen Tonnen Plastikabfälle gelangen weltweit pro Jahr in Flüsse und Meere (Quelle: Greenpeace Deutschland, 2016). Die Strömung verteilt den Plastikmüll in alle Weltmeere. Diese Vermüllung hat fatale Folgen für Umwelt, Tier und Mensch. Plastik verrottet nicht, es wird im Meer zu Mikroplastik zerrieben und von Meerestieren gefressen. Gleichzeitig gelangt auch primäres Mikroplastik, das oft in Körperpflegemitteln und in Kosmetika enthalten ist, über das Abwasser in die Gewässer und Ozeane. Über die Nahrungskette landen die Mikroplastikpartikel wieder auf unserem Teller. Hier ist der Gesetzgeber gefordert, Mikroplastik in Kosmetik zu verbieten!  In den USA, Kanada und Neuseeland wurden solche Verbote bereits beschlossen und werden schrittweise ab 2018 wirksam.

Anschließend berichtete Alex Miemczyk anschaulich und aus eigener Erfahrung, wie jeder von uns schon jetzt seinen Plastikmüll reduzieren und Mikroplastik vermeiden kann. Statt vor einem Jahr sechs Müllsäcken steht jetzt nur noch einer vor der Tür ihrer Familie. Dass man zum Einkaufen Korb oder Stoffbeutel mitnehmen und unverpacktes Obst oder Gemüse kaufen sollte, weiß inzwischen fast jeder. In manchen Geschäften hat sie inzwischen erreicht, dass Käse und Wurst in ihre mitgebrachten Behälter gefüllt werden. Oft muss man die Händler nur ansprechen. Weil Alex ihre Kosmetik auf einfache Weise selbst herstellt, weiß sie, dass weder Mikroplastik noch umweltbelastende Inhaltsstoffe enthalten sind. Wie man mit nur fünf Hausmitteln die Drogerie in seinem Putzmittelschrank ersetzen kann, war für die meisten Zuhörer Neuland. Und schließlich kaum zu glauben, dass man mit Efeu bzw. Kastanien seine Wäsche waschen kann. Aber es funktioniert tatsächlich, denn sowohl Efeu als auch Kastanien enthalten den Seifenstoff Saponin.

Das war ein hochinteressanter Abend! Für alle, die sich zu dem Thema weiter austauschen wollen, bietet Alex einen Newsletter an und außerdem einen monatlichen Stammtisch. Bei Interesse melden sie sich bitte bei der Greenpeace-Gruppe Buchholz (herbertmaliers@t-online.de).

Die Ausstellung zum Thema ist noch bis zum 24. November 2017 in der Buchholzer Stadtbücherei (Rotunde) zu sehen.