Aktionstag gegen Billigfleisch

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Am 25.1.2020 fanden in ganz Deutschland unter dem Motto "Haltung zeigen" Greenpeace-Aktionen gegen "Billigfleisch" statt. Auch in Buchholz informierten Kundinnen und Kundenwir über die qualvollen Haltungsbedingungen in der industriellen Massentierhaltung. Zwar gibt es inzwischen auf vielen Fleischwaren eine Kennzeichnung über die Haltungsbedingungen der Tiere während der Mast, aber die allermeisten Kunden können sich unter den verschiedenen Haltungsstufen 1 bis 4 überhaupt nichts vorstellen. Vor allem sind sie verwundert, dass Stufe 1 ganz schlecht ist für die Tiere, Stufe 4 aber Premium-Standard ist. Das ist doch genau das Gegenteil von dem, was alle aus der Schule kennen. Dort ist 1 sehr gut, aber bei den Tieren bedeutet Haltungsstufe 1: "Einhaltung des gesetzlichen Mindeststandards". Und der bedeutet z.B. in der Schweinehaltung pro Schwein gerade mal 0,75 m² Platz. Bei Stufe 2 sind es lächerliche 75 cm² mehr. So etwas kann man nur als Tierquälerei bezeichnen! Zur Veranschaulichung haben wir diese Flächen dargestellt. In Stufe 3 hat das arme Schwein 1,05 m² Platz, in Stufe 4 sind es 1,5 m² plus Zugang zu einer Auslauffläche.

Diese freiwillige Haltungsform-Kennzeichnung der großen Supermarktketten kann man nur als große - und leider bislang erfolgreiche - Verwirrungstaktik bezeichnen. Und sie verschleiert den Blick auf die skandalösen Begleiterscheinungen der industriellen Massentierhaltung: Das Leid der zusammengepferchten Tiere, Antibiotikaresistenzen, Gülleproblem, Nitrat im Trinkwasser, Monokulturen für Futteranbau, usw. usw. . 

Unsere Konsequenz: Qualfleisch kommt nicht auf unserenTeller. Und der Gesetzgeber muss endlich für Regelungen sorgen, die dem Tierwohl gerecht werden!