Eisbär fordert Klimaschutz

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Seit dem 7. Februar 2020 steht freitags um die Mittagszeit ein Eisbär auf seiner Scholle vor dem Buchholzer Rathaus. Er mahnt die Passanten, die zahlreichen vorbeikommenden Autofahrer und die politisch Verantwortlichen sowie die Stadtverwaltung, endlich wirksame Schritte für mehr Klimaschutz zu unternehmen. Denn laut Buchholzer Klimabilanz 2010-2018 gab es trotz Klimaschutzkonzept keine Verminderung der lokalen Treibhausemissionen!

Am dazugehörigen Infostand informiert die örtliche Greenpeace-Gruppe die Bürger über klimaschonende Verhaltensalternativen, stellt aber auch deutliche Forderungen in Richtung Rathaus auf. Die Stadt muss in Sachen Klima- und Umweltschutz zum Vorreiter werden und bei Entscheidungen den Klimaschutz viel stärker berücksichtigen. Das bedeutet eine deutliche Kurskorrektur der bisherigen auf "Wachstum" ausgerichteten Politik!

Die Klimadiskussion und auch die örtlichen Klima-Demonstrationen haben dazu beigetragen, dass jetzt ein "Buchholzer Klimaforum" installiert wird, um die Öffentlichkeit für mehr eigene, also private Klimaschutzmaßnahmen zu motivieren. Das ist sehr zu begrüßen, reicht aber bei weitem nicht aus! Oder will tatsächlich jemand ernsthaft behaupten, dass sich das Klimaproblem durch freiwillige Selbstverpflichtungen der Bevölkerung lösen ließe? Das hätte ja nicht mal beim Rauchverbot geklappt...  Natürlich ist es wichtig  und richtig, dass jeder einzelne Mensch sich klimaschonender verhalten sollte. Aber Politik und Verwaltung müssen durch gute Regeln dafür sorgen, dass ihm das möglichst leicht fällt!