Tolle Klima-Demo in Buchholz!

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Auch in Buchholz beteiligte man sich am Internationalen Klima-Streik-Tag. Etwa 1400 Menschen aller Altersgruppen demonstrierten für sofortigen Klimaschutz und legten teilweise den Verkehr in der Innenstadt lahm. An der Kreuzung Hamburger Straße legten sich alle auf die Straße und machten mit diesem "Die-In" darauf aufmerksam, dass weltweit schon jetzt viele Menschen Opfer des Klimawandels sind. Das auch die Tier- und Pflanzenwelt betroffen ist und dringend sofort etwas gegen die zunehmende Erderwärmung getan werden muss, brachte auch der mit demonstrierende Eisbär zum Ausdruck: "Die Erde leidet unter Fieber, das durch die Lebensweise der Menschen verursacht wird." Das Organisationsteam von FridaysForFuture, ParentsForFuture und Greenpeace war mehr als zufrieden über die große Teilnehmerzahl und die bunte und lebendige Demo.

Im Anschluss wurde von ca. 50 Aktiven in der Breiten Straße mehrere Parkplätze mit Hilfe von Teppichen, Blumen und Sitzmöbeln in temporär lebenswerten Freiraum umgestaltet und auf sehr kommunikative Weise genutzt. Schach oder Karten spielen, Kaffee trinken, klönen, ...   Sogar ein kleiner Chor trat auf und animierte zum mitsingen. Soi schön kann autofreier Raum sein!

Am Abend schließlich trafen sich ca. 80 Radlerinnen und Radler zur sogenannten "Critical Mass" und machten eine Tour durch die Buchholzer Kernstadt. Dabei nutzen sie den § 27 der Straßenverkehrsordung, der besagt, dass eine Gruppe ab 16 Personen als "geschlossener Verband" zu zweit nebeneinander auf der Straße fahren darf, auch wenn ein Radweg vorhanden ist. Außerdem darf der geschlossene Verband auch bei Rot die Ampel überqueren, wenn die Spitze bei Grün auf der Kreuzung war. (Das ist wie bei einem LKW mit Anhänger - der Hänger bleibt ja auch nicht stehen, wenn die Ampel auf Rot umspringt). Mit der Critical Mass holen sich Radfahrer ein bißchen die Straße zurück und machen Autofahrern deutlich, das Radfahrer gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer sind. Auch wenn sie viel zu oft nicht als solche behandelt werden.